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Der Rittner Dialekt

Im Rittner Dialekt äußern sich einige interessante Besonderheiten, auch wenn der richtige und urige Dialekt durch die Medien und die Schulbildung sich in den letzten Jahren deutlich verändert und der Schriftsprache angepasst hat. Trotzdem wird es dem einen oder anderen Besucher vorkommen, dass er die Menschen hier in einer Sprache sprechen hört, die wenig bis gar nichts mit dem eigentlich deutsch zu tun hat:

Der Rittner verzichtet gänzlich auf das Fürwort "Ihr" und verwendet dafür ein herzhaftes "es", dies galt bis vor einige Jahre auch noch für die Höflichkeitsform und selten hört man es noch. Das gedehnte "o" wird am Ritten zu einem "oa", das kommt beispielsweise bei den Wörtern "Boazn" oder "noa" zur Geltung. Am Ritten ist mit "Alm" nicht die Alm sonder immer gemeint, dort wird zu "semm." Der "Ehrtig" kommt nach dem Montag, während der "Pfinstig" vor dem Freitag kommt. Das Mädchen ist schlicht und ergreifend die "Gitsch" und im Geschäft kauft man sich eine neue "Pfoat" (Hemd) während der Schuster für die neuen "Patschen" (Hausschuhe) zuständig ist. Die "Paidn" machen den Honig während man aus den "Grantn" jene köstliche Marmelade gewinnt, welche hierzulande zu einem Wiener Schnitzel serviert wird.

Glück bringt es, wenn man ein "Tattermandl" (Feuersalamander) sieht, es sei denn, wenn dieses auf dem "Puggl" (Rücken) liegt. Im "Zegger" (Korb) transportiert man die Waren zum Markt, außer man ist zu "geitig" und "siedet" sie sich selbst. Apropos kochen: nur am Ritten "riacht" der Kamin, sonst "racht" er, nicht nur im restlichen Südtirol, sondern auf der ganzen Welt.



 
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