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Unterinn- das Apfeldorf

Unterinn ist eine Rittner Ortschaft. Und doch anders, als alle anderen Rittner Ortschaften. Weil das am Hang gelegene Unterinn die klimatische Grenze zwischen dem Tal und dem Bergrücken ist.

Der Ort ist auf 904 m Seehöhe gelegen. Am auffallendsten ist der Turm der Unterinner St. Luzienkirche. 1211 erstmals urkundlich erwähnt wurde das zu diesem Turm gehörige Gebäude, um 1400 saniert und in barockem Stil kräftig überarbeitet. Diese Kirche, das geistige, und ganz gewiss auch optische Zentrum der Ortschaft liegt eingebettet in einer reizvollen Landschaft, die aus einem Walt Disney Film stammen könnte.

Hier in Unterinn werden mit viel Erfolg Äpfel angebaut, ganz so, wie weiter unten im Tal. Nur dass hier oben die Äpfel ein wenig saftiger werden, als die Geschwister unten am Talboden, weil sie durch die Hanglage ein wenig mehr Sonne bekommen. Deswegen wird die Bergware auch vom Markt geschätzt und es muss eine zufriedenstellende Nachfrage bestehen.

Es ist aber auf jeden Fall ein Erlebnis, im Frühjahr durch die blühenden Apfelhaine zu wandern. Durch den Duft der sich entwickelnden Früchte. Durch den Frühling in seiner schönsten Form. Vielleicht bei einer Wanderung hin zu den Unterinner Erdpyramiden, die zwar weniger bekannt, aber nicht weniger interessant oder sehenswert sind als die Erdsäulen im Finsterbach bei Lengmoos oder jene bei Oberbozen. Oder auf einer Wanderung auf dem Höhenweg von Unterinn über Siffian bis nach Lengstein, der ein einmaliges Beispiel für einen Höhenweg ist: auf einer Höhenstufe durchwandert man die verschiedenen Rittner Gesichter: vorbei an den Apfelplantagen von Unterinn hin zur Ruine Stein, einem mittelalterlichen Gerichtssitz, weiter nach Siffian und hoch über der steilen Eisackschlucht weiter nach zum St. Andreas Kirchlein und zur uralten Kultstätte, wo heute das St. Verena Kirchlein steht.

Es ist nicht so, dass man behauptet, dass alle Äpfel hier wachsen würden schön aussehen und sich als Tafelware eignen. Zu natürlich lässt man sie hier gedeihen, achtet darauf, möglichst auf Chemie zu verzichten. Die Apfelbauern haben einen Weg gefunden, wie man verwerten kann, was nicht EU konform gerät: sie machen aus dem, was sich nicht in den Supermärkten verkaufen lässt, Apfelsaft, ein in diesem Fall wirklich typisches Rittner Produkt.

Denn das, was Sie in den Prospekten sehen, ist in diesem Saft enthalten: die Weite des Ritten und die Zeit, die man sich hier gibt, die unendliche Schönheit der Dolomiten und unzählige Sonnenstunden. 100% Ritten eben.

Fragen Sie bei Ihrem Wanderwirt nach dem Rittner Apfelsaft. Denn in ihm ist 100% Ritten drinnen.



 
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